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Video-System für Golfer

»In my time you would put on the pause and there would be a big blur. You couldn´t decipher where the clubhead was or the angle of the club or the plane of the club. Nowadays you can e mail it on the range to your teacher in Florida. You don´t have to have your teacher there. It´s a great advantage. That´s why I think you are going to see over the next seven to 12 years a lot of Tiger Woods´s. He´ll be the norm, not the exception.«

Greg Norman


Seit fünfzehn Jahren gibt es Video-Kameras, die dem Golflehrer dank kurzer Belichtungszeiten scharfe Standbilder von schnellen Bewegungen ermöglichen. Damals war die Bedienung solcher Kameras noch sehr unkomfortabel; doch inzwischen kann man alles auf einer grafischen Oberfläche per Mausklick bedienen. Außerdem sind die Möglichkeiten vielfältiger geworden. Im Idealfall gestaltet sich eine Trainerstunde wie folgt: Der Schüler schlägt Bälle aus einer Hütte, in der Kameras und Bildschirme fest installiert sind.


Video-Anlage im Fleesensee

Vor dem Schüler ist ein Monitor in den Boden eingelassen, der ihn mit einem geteilten Bildschirm (split screen) sowohl von der Seite als auch von vorne zeigt.

Der Lehrer sieht das gleiche Bild auf seinem Monitor, der in Zielrichtung aufgestellt ist. So kann der Lehrer auch den Ballflug verfolgen, ohne seine Position verändern zu müssen. Nach dem ersten Schlag steht der Schwung digital zur Verfügung, und der Lehrer kann jetzt schon mit der Analyse beginnen.


Bildschirm-Ansicht des Scope-Systems.

Der Schüler schlägt noch weitere Bälle, und der Lehrer schaut sich die Ballflüge an. Sobald sich Lehrer und Schüler auf das Ballflug-Problem geeinigt haben, kann der Lehrer mit der Erklärung beginnen. Zur Unterstützung können nun Linien oder Kreise in das Video-Bild eingeblendet werden. Beim nachfolgenden Umsetzen der Korrektur sind die Vorteile solcher Video-Systeme noch größer:

Bei seinen Probeschwüngen erhält der Schüler Simultaninformationen, d.h. er kann während des Schwunges auf den Monitor schauen und »live« kontrollieren, ob er beispielsweise seinen Schläger auf der richtigen Ebene zurückschwingt. Eine ggf. eingeblendete Linie hilft ihm dabei. Sehr schnell kann der Spieler der neuen Bewegung ein Gefühl zuordnen und den Schwung auch ohne optische Kontrolle richtig ausführen. Jetzt nutzt er die Möglichkeit zur Schnellinformation:

Geht es zum Beispiel darum, zu kontrollieren, ob der Schläger zu stark von außen an den Ball kommt, schlägt der Schüler einen Ball und das System springt innerhalb einer Sekunde auf die entscheidende Stelle der Aufnahme. Mit dieser sofortigen Rückmeldung kann man seinen Golfschwung mit einer bisher unvorstellbaren Geschwindigkeit verbessern. Aber auch der Lehrer profitiert durch die Simultan- und Schnellinformationen: Er wird das Führen des Schlägers schnell perfektionieren, da er die Qualität seiner Bewegungen auf dem Monitor kontrollieren kann. Außerdem verbessert sich das Bewegungssehen, weil er seine subjektiven Eindrücke während der Bewegung unmittelbar danach mit der »Realität« vergleichen kann. Durch die elektronische Aufzeichnung wird außerdem die Archivierung erheblich vereinfacht, und so können Fortschritte besser protokolliert werden. Zusätzlich erhält der Schüler nach jeder Stunde eine Video-Kassette, auf der sich der gesamte Unterricht befindet oder eine CD mit der er seinen Schwung am eigenen PC betrachten kann.

Hier kann man die Bedienungsanleitung als PDF-Datei herunterladen: scopeanleitung.pdf (360 KB)

Die dritte Kamera zeigt dieses Bild.

Bild der 3. Kamera

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