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Neutraler Körper – neutraler Golf-Schwung
von Anne Dinser
Welcher Golf-Spieler hätte nicht gerne den neutralen Golf-Schwung? Doch wer bringt dafür schon die idealen Voraussetzungen mit? Wer beispielsweise Rückenschmerzen oder Muskelschwächen hat, wird kaum neutral schwingen können. Reflektorische Blockierungseffekte wird der Golf-Spieler noch nicht einmal spüren – seinen Schwung beeinflussen diese Effekte jedoch erheblich. Dr. A. Brügger beschreibt das in seinem Buch: »Die Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Nervensystems«.

Der neutrale Golf-Schwung und besonders die Ansprechposition entsprechen dem aufrechten Bewegungsmuster. Das ist eine Ausgangsstellung, in der Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder gleichmäßig belastet werden. Aus so einer Ausgangsstellung heraus wird ein technisch richtiger Schwung einfacher.
Unsere einseitigen Bewegungen im Alltag werden jedoch meist im krummen Bewegungsmuster ausgeführt. So leiden die meisten Menschen unter Muskelverkürzungen, Muskelhartspann, Muskelschwächen und Gelenksüberlastungen. Wenn man beispielsweise acht Stunden am Tag vor dem Computer sitzt, verkürzt sich die Brustmuskulatur, verspannt sich der Nacken und schrumpfen die Bauchmuskeln. Diese einseitige Beanspruchung der Muskulatur ändert die Struktur der Muskeln, denn Nozizeptoren melden dem Gehirn einen Schaden, worauf die Bewegungsprogrammierung so geändert wird, dass die Schäden umgangen werden. Das sind dann Schon- oder Schutzmuster, die beim Golf zu Technikfehlern führen.
Was kann man dagegen tun?
Zuerst muss die Funktionsstörung behoben und ein Ausgleich zu der einseitigen Alltagsbelastung geschaffen werden. An einem wirksamen Kraft- und Koordinationstraining führt daher kein Weg vorbei.
Das beschriebene Training in den Büchern »Get ready for the Golf-Swing« und »Get stronger for the Golf-Swing« automatisiert das aufrechte Bewegungsmuster, gleicht Dysbalancen aus und ökonomisiert die Muskelarbeit. Wer so trainiert, kann seine reflektorischen Blockierungseffekte und Schonmuster abbauen. Diese Annäherung an den neutralen Körper schafft die Voraussetzung für einen neutralen Schwung.
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