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Die drei Geheimnisse des Golfschwungs
Startklar?
Wenn man in über fünfzehn Jahren zehntausende von Schwüngen mit Videounterstützung analysiert und verändert hat, stellt man irgendwann ein Muster fest. Dieses Muster weist darauf hin, dass fast alle Golfer ganz bestimmte Dinge in einer ganz bestimmten Reihenfolge verändern müssen, wenn sie schnell und dauerhaft Erfolg haben wollen. Diese Reihenfolge lautet jedoch nicht: Griff, Stand, Haltung, Ausholen, Abschwung, Durchschwung. So kennt man es aus den Lehrbüchern und so mag es bei einem absoluten Anfänger in der ersten Stunde richtig sein; für einen Fortgeschrittenen ist dieser komplette Neubeginn jedoch absolut überflüssig.
Die hier vorgestellte Alternative ist den meisten sicher unbekannt. Neu ist sie jedoch nicht mehr. In Deutschland ist sie schon seit einigen Jahren Bestandteil der Ausbildung für Golflehrer. Im Ausbildungshandbuch der PGA of Germany wird diese Alternative genau beschrieben. Sie hat sich in der Arbeit mit Nationalspielern und Tourspielern bewährt, aber auch zigtausend Amateure haben schon ihre Schläge damit verbessert. In diesem Buch wird dieses Vorgehen das erste Mal verständlich für Amateure aufbereitet. Wer sich für die tieferen Zusammenhänge interessiert, dem empfehle ich die Lehrbriefe 4 und 5 oder das PGA Teaching-Manual. Dieses Buch wurde von technischem Ballast so weit wie möglich befreit und so war es möglich, langes und kurzes Spiel sowie das Thema Fehlerkorrekturen auf 80 Seiten zu verdichten.
Wer beim Thema Golf allgemein gültige Informationen postuliert, dem werden sofort die völlig unterschiedlichen Techniken der Tourspieler vorgehalten. Die bringen jedoch zwei Dinge mit, die Norbert Normalgolfer meist fehlen: 1. ein koordinatives Talent, das weit über dem Mittel liegt und 2. die Erfahrung von zwei bis drei Millionen Ballkontakten. Wenn Ihnen beides fehlt, können Sie Ihre Bewegung nicht unnötig verkomplizieren, ohne einen Preis zu zahlen. Dieser Preis ist eine lebenslange Unbeständigkeit. Schlägt man beispielsweise einen Nagel in die Wand, gilt das Gleiche: Wer in einer Schleife ausholt, dabei die Schlagfläche des Hammers verdreht und dann als erste Bewegung beim Zuschlagen das Handgelenk streckt, der sollte koordinativ begabt sein und viel üben, wenn er den Nagel verletzungsfrei und gerade in der Wand unterbringen will.
Um beim Golf auch ohne das koordinative Talent und Trainingspensum von Tiger Woods eine gewisse Regelmäßigkeit zu erreichen, sollte man die folgenden drei Geheimnisse kennen. Garantiert werden kann der Erfolg damit nicht, denn etwas Talent braucht man. Über dieses Talent verfügen aber mit Sicherheit all jene, die einen Golfball 40 Meter weit werfen können, die einen ersten Aufschlag beim Tennis regelmäßig ins Feld bringen, denen bisweilen eine überrissene Tischtennisrückhand gelingt oder die beim Schlittschuhlaufen das Übersetzen beherrschen.
Die drei Geheimnisse lauten:
1. Die Schlagfläche soll während des Schwunges immer gerade sein.
2. Der Schläger soll sich in der richtigen Ebene bewegen.
3. Die Teilbewegungen der Hüften, Schultern, Arme und Handgelenke erfordern ein bestimmtes Timing.
Aus den Begriffen Schlagfläche, Ebene und Timing ergibt sich übrigens das Akronym SET und „to be all set“ bedeutet im Englischen: startklar sein.

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