Zur Startseite Alles über Technik Informationen über Golfpsychologie Taktik und Platzstrategie Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Koordination, Ernährung Schläger, Video, Foto, Laser Informationen für Erstbenutzer Übersicht über diese Internetpräsenz Infoschreiben als Rundbrief Zum Diskussionsforum Alles, was in keine andere Kategorie passt Archiv der alten Artikel Impressum und Mitwirkende Zur Seite der Bücher, Videos und Hörkassetten Zur Seite der Seminare für Pros Zur Seite: Didaktik im Golfunterricht Amüsante Golftexte Golf-Fotos von Oliver Heuler Zur Seite für potentielle Werbepartner und Sponsoren Interessante Links ins Internet
Logo Golf-Forum

Wirtschaft und Politik

>Noreena Hertz: Wir lassen uns nicht kaufen!
Das Buch zeigt an vielen gut recherchierten Beispielen, wie die meisten Regierungen zu den Dienern der Wirtschaft verkommen sind, die ihre hauptsächliche Aufgabe nur noch darin sehen, gute Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen. Der Protest der Konsumenten ist daher der einzige Weg, um politische Ziele durchzusetzen und die krankhaften Auswüchse von Unternehmen einzudämmen, so Noreena Hertz. Das klingt nach linker, einfältiger Globalisierungsverteufelung, ist aber eine stringente Kritik am Kapitalismus ohne anti-kapitalistisch zu sein: Der Kapitalismus als das beste System zur Schaffung von Wohlstand wird nicht infrage gestellt. Die Kritik gilt dem ungebremsten globalen Kapitalismus, in dem Konzerne die Politik diktierten. Wenn der Staat darauf verzichtet, der Wirtschaft Ziele vorzugeben, sich die Wirtschaft in Aufgabenfeldern engagiert, die früher staatlich waren und die Medien immer abhängiger werden, führt das über kurz oder lang zum Tod der Demokratie.

Nach dem Scheitern des Keynesianismus in den 70er-Jahren wurde der Neoliberalismus zur herrschenden Ideologie. Doch das Versprechen der Theorie, dass sich im freien Spiel der Kräfte die Einkommensunterschiede nivellieren, wurde nicht eingelöst. Laut Hertz ist es an der Zeit, den ungezähmten Kapitalismus von Thatcher und Reagan zu Grabe zu tragen und soziale Gerechtigkeit wieder auf die Agenda zu setzen. Was wir brauchen, ist eine starke Zivilgesellschaft, die als Korrektiv sowohl gegenüber der Wirtschaft als auch gegenüber der Politik wirkt. Das Buch macht Mut, weil es zeigt, wie groß die Macht der Konsumenten ist, wenn sie kritisch und wachsam sind und wie durch "Abstimmung im Supermarkt" und Aktionärs-Aktivismus die Masse auch multinationale Unternehmen beeinflussen kann.

Die 34-jährige Noreena Hertz ist Cambridge-Dozentin, Beraterin von Credit Suisse, France Telecom und BP sowie Aktivistin der globalisierungskritischen Bewegung, mit dabei bei den Protesten in Genua.

Noreena Hertz bestellen

>Werner/Weiss: Schwarzbuch Markenfirmen
Heutzutage ist es schick gegen Globalisierung zu sein. Sinnvoll ist es deshalb noch lange nicht. Denn die Globalisierung lässt sich genauso wenig aufhalten wie die Benutzung des Faustkeils nach dessen Entdeckung. Worum es gehen sollte, ist das Erreichen weltweiter Mindeststandards der sozialen Sicherheit, der individuellen Freiheit, der Bildung und Gesundheitsversorgung. Und das steht tatsächlich im Widerspruch zu den Zielen der internationalen Firmen: In Konfliktgebieten und Diktaturen wie Angola, Myanmar (dem ehemaligen Burma), dem Kongo und dem Sudan tolerieren bekannte internationale Markenfirmen, dass mit ihrem Rohstoffbezug Waffenhandel, Bürgerkriege, Rebellionen und brutale Militärregimes finanziert und aufrechterhalten werden. Das betrifft etwa Teile der Erdöl und Diamantenindustrie, aber auch Konzerne wie Bayer, der aus dem Kongo das wertvolle Metall Tantal importieren lässt. Auch Nahrungsmittelfirmen akzeptieren bisweilen stillschweigend, dass auf den Plantagen ihrer Lieferanten Männer, Frauen und Kinder ausgebeutet, durch Pflanzenchemikalien vergiftet oder sogar versklavt werden. Sie sprechen zwar großspurig Verbote gegen die Kinderarbeit aus und führen sogar stichprobenartige Kontrollen durch. Schuld an der katastrophalen Situation ist aber letztendlich der wahnwitzige Preisdruck, dem die Zulieferer von ihren Konzernen unterworfen werden. Das Boykottieren einzelner Firmen wie Adidas oder Nike (deren unverantwortliche Machenschaften werden im Buch ausführlich beschrieben) ist keine Lösung, denn die Konkurrenz ist auch nicht besser. Es gibt einen anderen Hebel: So wie die Macht politischer Vertreter eine vom Volk verliehene Macht ist, ist die Macht der Konzerne nur von den Konsumenten geborgt. Mit jedem Bild von versklavten Kindern, mit jedem Beitrag über geschundene Arbeiter, mit jedem Bericht über missbrauchte Patienten oder zerstörte Natur bröckelt ein Stück von ihr ab. Wie sagte der 13 jährige Junge aus der Bronx, der Nike seine alten Sportschuhe vor die Türe knallte? »Wir haben dich gemacht. Wir können dich auch vernichten.«

In diesen Zusammenhang passen auch die Bücher von Chomsky und Klein, die hier auch bald besprochen werden.

«Schwarzbuch Markenfirmen» bei Amazon bestellen Noam Chomsky »Profit over People« bei Amazon bestellen Naomi Klein »No Logo« bei Amazon bestellen

Seitenanfang



HOME  | TECHNIK  | PSYCHE  | TAKTIK  | FITNESS  | AUSRÜSTUNG
neu hier?  | Sitemap  | Newsletter  | Forum  | Sonstiges  | Kontakt  | Archiv 
Bücher  | Seminare  | Didaktik  | Amüsantes  | Fotos  | Werbung  | Links 
[ PGAG ·  Golf & CCF · Golf am Fleesensee · PGA-Golf · Deutscher Golfverband ]