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 Meditation
Mit Meditation verbinden die meisten von uns kahl geschorene Köpfe, orangefarbene Kutten, Betteln für den Lebensunterhalt im tibetischen Kloster und stundenlanges Rezitieren von Mantras in unbequemer Sitzhaltung – kurz: Weltflucht und Askese. »Da spiele ich doch lieber noch mal neun Löcher«, werden Sie vielleicht sagen.

Bevor ich erklären kann, warum das Meditieren vielleicht doch nicht so verrückt ist, wie es den meisten vielleicht erscheinen mag, sollten Sie zuerst lesen, wie man meditiert. Das können Sie unter diesem Link: Meditations-Anleitung
Mit dieser Erfahrung können Sie die folgenden Erklärungen nun besser nachvollziehen:
Durch regelmäßiges Meditieren wird die Selbstdisziplin gefördert. Obwohl wir hier nur über eine Viertelstunde pro Tag reden, fallen einem immer wieder die abenteuerlichsten Ausreden ein, warum man heute einfach keine Zeit hat. Hierzu ein kleiner Zeitspar-Tipp: Der Bundesbürger verbringt im Durchschnitt zweieinhalb Stunden vor dem Fernseher – und zwar täglich! Reduzieren Sie diese Zeit einfach um ein lächerliches Zehntel und Sie haben Ihre Viertelstunde.
Die zweite Eigenschaft, die durch das Meditieren gefördert wird, ist die Selbsterkenntnis: Man erkennt Aspekte der eigenen Persönlichkeit, zu denen man anders kaum Zugang fände.
Auch die Selbstbestimmung kann zunehmen: Wer beim Meditieren übt, seinen Gedanken zuzuschauen, wird das irgendwann auch im Alltag tun. Äußere Reize werden dann nicht mehr so leicht das Verhalten diktieren. Mit anderen Worten: Gelassenheit nimmt zu, Aggressivität verringert sich. Die größte Veränderung spürt der Meditierende bei der Selbstvergessenheit: Da sich seine Konzentrationsfähigkeit stark verbessert, lässt er sich immer weniger von seiner eigentlichen Tätigkeit ablenken. Wenn er Golf spielt, spielt er Golf, wenn er arbeitet, dann arbeitet er – statt beim Arbeiten an das Golfspiel zu denken und beim Golf an die Arbeit. Schließlich wird jeder Ihrer Schläge zu einem meditativen Vorgang: indem Sie den aktuellen Schlag so bewusst und intensiv ausführen, dass die Sorge über das Resultat erst gar nicht aufkommt.
Grundsätzlich gilt: Wer meditiert, sucht das Glück nicht mehr allein außerhalb seiner selbst; er versucht Zufriedenheit zuerst im Inneren zu finden. Danach kann er dann äußere Annehmlichkeiten bewusst auswählen und muss nicht zwanghaft seine innere Leere vertreiben, die ihn ja doch nur wieder einholen würde. Äußere Freuden sind dann lediglich angenehmes Beiwerk, nicht mehr Substanz. Dazu muss man nicht aus der Zivilisation flüchten, ein Haus im Wald bauen und ausschließlich von Selbstangebautem leben. So geht es natürlich auch: Sobald die Geschäftigkeit fehlt und die Umgebung still wird, kann man nicht mehr vor sich selbst davonlaufen, und es kommt unweigerlich das hervor, was sich im Inneren abspielt. Man kann jedoch mit Hilfe der Meditation auch inmitten des Alltags die Tür zur Selbsterkenntnis aufstoßen. Voraussetzung ist jedoch regelmäßiges Meditieren. Es nützt Ihnen nicht viel, immer nur dann zu meditieren, wenn Sie gerade mal Lust oder Zeit haben. Wer entschlossen ist, dauerhafte innere Zufriedenheit zu seinem Ziel zu machen, plant sein äußeres rund um sein inneres Leben anstatt umgekehrt.
Wenn Sie das Meditieren ernsthaft betreiben wollen, führt kein Weg an guter Anleitung vorbei. Die folgenden Links kann ich empfehlen:
www.dhamma.org/
www.esalen.org
Hier können Sie für 10 Tage (oder länger) unter optimalen Bedingungen meditieren. Diese Erfahrung lässt sich Zuhause nicht machen.
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