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 Gebrauchsanweisung für Golfschläger – Drei Prinzipien im Umgang mit dem Knüppel
Einleitung
Sie kennen das: Man erwirbt ein neues Gerät, wie zum Beispiel einen Videorekorder oder Fernseher, packt es aus, legt die Gebrauchsanweisung auf die Seite und versucht sich intuitiv durchzuwurschteln. Sind die Geräte benutzerfreundlich, kann das sogar gelingen. Zumindest die Grundfunktionen des neuen Gerätes kann man so herausfinden. Die vielen Tricks und Kniffe, die das Leben mit dem Gerät erleichtern, erschließen sich so jedoch nicht. Das ist der Preis, den wir dafür zahlen, am Anfang weniger Zeit investiert zu haben.
Im Grunde verhalten wir uns bei der Benutzung unserer Golfschläger gleich: Griff und Haltung lassen wir uns noch zeigen, und dann wurschteln wir uns durch. Platzreife und Handicap sollen möglichst schnell und mühelos erreicht werden. Die Fähigkeiten, die das Leben mit dem Gerät erleichtern, bleiben auch hier ein Geheimnis. Aber es ist nie zu spät: So wie Sie jederzeit die Gebrauchsanweisung Ihres Videorekorders zurate ziehen und ein Meister im Umgang mit diesem Gerät werden können, so können Sie auch lernen, Ihren Golfschläger richtig zu gebrauchen.
Der Gebrauch von Golfschlägern ist schwieriger als die Bedienung eines Videorekorders. Daran führt kein Weg vorbei, und auch diese Gebrauchsanweisung wird nichts daran ändern. Das ahnen Sie vermutlich schon. Wenn es wirklich ein Geheimnis gäbe, dann wäre das längst bekannt geworden, denken Sie vielleicht. Tatsächlich gibt es auch nicht das Geheimnis, mit dem jeder sofort besser spielen kann. Wer das behauptet ist ein Scharlatan. Aber es gibt Informationen, mit denen jeder sein individuelles Geheimnis entdecken kann. Nur diese Informationen sind in der Tat rar.
Wer beim Thema Golf universell gültige Informationen postuliert, wird auf die völlig unterschiedlichen Techniken der Tourspieler hingewiesen. Die bringen jedoch zwei Dinge mit, die Norbert Normalgolfer meist fehlen: ein koordinatives Talent, das weit über dem Mittel liegt und die Erfahrung von zwei bis drei Millionen Ballkontakten. Wenn Ihnen beides fehlt, können Sie Ihre Bewegung nicht unnötig verkomplizieren, ohne einen Preis zu bezahlen. Dieser Preis ist eine lebenslange Unbeständigkeit: Nie können Sie sicher sein, ob Sie nicht am ersten Abschlag – genau dann wenn alle hinsehen – wieder einen Infanteristen gebären, neben dem Ball zehn Kubikzentimeter Gras abtragen oder ihren neuen Titleist mit der Schlägerferse rechtwinklig ins Unterholz entsenden.
Schlägt man beispielsweise einen Nagel in die Wand, gilt das Gleiche: Wer mit einer Schleife ausholt, dabei die Schlagfläche des Hammers verdreht und dann als erste Bewegung beim Zuschlagen das Handgelenk streckt, der sollte koordinativ begabt sein und viel üben, wenn er den Nagel verletzungsfrei und gerade in der Wand unterbringen will.
Um beim Golf auch ohne das koordinative Talent von Tiger Woods und ohne sein Trainingspensum eine gewisse Regelmäßigkeit zu erreichen, sollte man die drei wichtigsten Prinzipien beachten:
1. Die Schlagfläche sollte während des Schwunges immer gerade sein.
2. Der Schläger sollte sich in der richtigen Ebene bewegen.
3. Die Teilbewegungen von Hüften, Schultern, Armen und Handgelenken müssen richtig getimt (gekoppelt) werden.
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